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Blue economy
Vorausschauend denken | Artikel - 3 Min

Sicherheit für die Ozeane

Unser Planet ist nicht ohne Grund weitgehend blau: Er besitzt Wasser im Überfluss. Die Ozeane sind nicht nur eine riesige Ressourcenquelle, sondern stellen gleichzeitig ein entscheidendes Instrument im Kampf gegen den Klimawandel dar. Der Schutz der Ozeane erfordert Investitionen und kollektives Handeln von politischen Spielern und einer Vielzahl von Interessengruppen, darunter Investoren und Verbraucher. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen.

Wir alle sind auf die Ozeane angewiesen, wenn es um die Eindämmung des Klimawandels geht: Der Ozean absorbiert 90% der Erderwärmung, die durch menschliche Aktivitäten verursacht wird Er produziert 50% des Sauerstoffs auf unserem Planeten und bindet 30% der globalen Kohlendioxidemissionen.  Die Ozeane sind nicht nur die Lebensgrundlage, für Millionen von Spezies, sondern produzieren eine Vielzahl an wichtigen Mineralien für die Herstellung von Rohstoffen in der Energie- und Pharmaindustrie.

Inzwischen mehren sich jedoch die Hinweise, dass die Ozeane Schwierigkeiten haben, dies zu bewältigen. Die durchschnittliche Meerestemperatur stieg im März 2023 auf einen Rekordwert von 21,1 °C und hielt sich 42 Tage lang auf einem ähnlichen Level, was selbst Wissenschaftler erstaunen ließ. Der Anstieg von CO2 in der Atmosphäre hat innerhalb der letzten 200 Jahre zu einem Zuwachs des Säuregehalts in den Meeren um 30% geführt – ein rasanter Wandel, wie er in den letzten 50 Millionen Jahren nicht verzeichnet wurde. Dies hat nicht nur nachteilige Auswirkungen auf das Leben in den Meeren, sondern auch auf die Funktion des Meeres als Kohlenstoffsenke.

Die sogenannte ‘blue acceleration’ – die rasche Industrialisierung unserer Ozeane seit der Wende zum 21. Jahrhundert, bedroht die Gesundheit der Meere tiefgreifend. So wurden beispielsweise bereits über eine Million Kilometer Glasfaserkabel verlegt, über 9.000 Ölplattformen gebaut und zahlreiche Offshore-Windparks errichtet.

Politische Kräfte schließen sich jedoch immer mehr zusammen, um die Gewässer der Erde zu schützen. In den letzten Jahren haben sich bereits zwei bedeutsame Maßnahmen herauskristallisiert: das UN-Hochseeabkommen und der UN-Vertrag über Kunststoffe. Der im März 2023 unterzeichnete UN-Hochseevertrag zielt darauf ab, Länder für ihr Handeln auf hoher See zur Verantwortung zu ziehen. Im Rahmen des Abkommens können geschützte Meeresgebiete eingerichtet, Ressourcen gerecht aufgeteilt und Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt werden. Auch auf dem Weg zu einem verbindlichen Abkommen zur Bekämpfung von Plastikmüll sind bereits wichtige Fortschritte erzielt worden. Derzeit wird über ein neues weltweites Instrument verhandelt, das Rechtskraft erlangen und der Plastikverschmutzung ein Ende setzen soll; die Verabschiedung des Gesetzes soll bis 2025 erfolgen.

Nichtsdestotrotz muss weiterhin noch viel mehr getan werden, um die Meere zu schützen. Die Entwicklung einer nachhaltigen „blauen Wirtschaft“ erfordert strengen Fokus auf nachhaltigere Fischerei und Aquakultur anstelle von Überfischung, auf den Schutz und die Förderung von Küstenökosystemen, die Kohlenstoff binden und auf die Aufwertung von Naturschätzen und touristischen Attraktionen.

Was wir bereits erreicht haben

Als Anleger und Verwalter des Vermögens unserer Kundinnen und Kunden sind wir davon überzeugt, dass wir einen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Meeresökosysteme leisten müssen.

So hat das Stewardship-Team unseres „Sustainability-Centers“ beispielsweise schon Maßnahmen zur Erhaltung der Pfeilschwanzkrebse ergreifen können und 14 Pharmaunternehmen aufgefordert, keine Pfeilschwanzkrebse mehr zum Testen auf Endotoxine zu verwenden. Pfeilschwanzkrebse werden zum Testen fast aller Impfstoffe, injizierbaren Arzneimittel und medizinischen Geräte verwendet, die einem Menschen implantiert werden. Durch die Verwendung einer von den Regulierungsbehörden zugelassenen synthetischen Alternative haben die Pfeilschwanzkrebse eine bessere Chance, sich nachhaltig erholen zu können.

Passend dazu, im Einklang mit unserem Ansatz für nachhaltiges Investieren bieten wir einen börsengehandelten Fonds (ETF) an, der in fünf meeresbezogene Themen investiert: Energie und Ressourcen, Verringerung der Umweltverschmutzung, Fisch und Meeresfrüchte sowie Seeverkehr und Küstenleben. Dazu gehören auch Investitionen in Lachszuchten, die dazu beitragen, den Druck auf die Wildfischbestände zu verringern, die Umweltverschmutzung und chemischen Abfälle zu reduzieren und um die Treibhausgasemissionen zu senken.

Weitere Informationen über Investitionen in Unternehmen, die zur Entwicklung einer nachhaltigen „blauen Wirtschaft“ beitragen, finden Sie in unserem Blue Economy ETF.

    Rechtshinweis

    Bitte beachten Sie, dass diese Artikel eine fachspezifische Sprache enthalten können. Aus diesem Grund können sie für Leser ohne berufliche Anlageerfahrung nicht geeignet sein. Alle hier geäußerten Ansichten sind die des Autors zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und basieren auf den verfügbaren Informationen, womit sie ohne vorherige Ankündigung geändert werden können. Die einzelnen Portfoliomanagementteams können unterschiedliche Ansichten vertreten und für verschiedene Kunden unterschiedliche Anlageentscheidungen treffen. Der Wert von Anlagen und ihrer Erträge können sowohl steigen als auch fallen und Anleger erhalten ihr Kapital möglicherweise nicht vollständig zurück. Investitionen in Schwellenländern oder spezialisierten oder beschränkten Sektoren können aufgrund eines hohen Konzentrationsgrads, einer größeren Unsicherheit, weil weniger Informationen verfügbar sind, einer geringeren Liquidität oder einer größeren Empfindlichkeit gegenüber Änderungen der Marktbedingungen (soziale, politische und wirtschaftliche Bedingungen) einer überdurchschnittlichen Volatilität unterliegen. Einige Schwellenländer bieten weniger Sicherheit als die meisten internationalen Industrieländer. Aus diesem Grund können Dienstleistungen für Portfoliotransaktionen, Liquidation und Konservierung im Namen von Fonds, die in Schwellenmärkten investiert sind, mit einem höheren Risiko verbunden sein. Private Assets sind Anlagemöglichkeiten, die über öffentliche Märkte wie Börsen nicht verfügbar sind. Sie ermöglichen es Anlegern, direkt von langfristigen Anlagethemen zu profitieren, und können Zugang zu spezialisierten Sektoren oder Branchen wie Infrastruktur, Immobilien, Private Equity und anderen Alternativen bieten, die mit traditionellen Mitteln schwer zugänglich sind. Private Assets bedürfen jedoch einer sorgfältigen Abwägung, da sie in der Regel ein hohes Mindestanlageniveau aufweisen und komplex und illiquide sein können.
    Umwelt-, Sozial- und Governance-Anlagerisiko (ESG): Das Fehlen gemeinsamer oder harmonisierter Definitionen und Kennzeichnungen zur Integration von ESG- und Nachhaltigkeitskriterien auf EU-Ebene kann zu unterschiedlichen Ansätzen der Manager bei der Festlegung von ESG-Zielen führen. Dies bedeutet auch, dass es schwierig sein kann, Strategien zu vergleichen, die ESG- und Nachhaltigkeitskriterien integrieren, da die Auswahl und die Gewichtung bei der Auswahl von Investitionen auf Metriken basieren können, die zwar denselben Namen tragen, denen aber unterschiedliche Bedeutungen zugrunde liegen. Bei der Bewertung eines Wertpapiers anhand der ESG- und Nachhaltigkeitskriterien kann der Anlageverwalter auch Datenquellen nutzen, die von externen ESG-Research-Anbietern bereitgestellt werden. Angesichts des sich entwickelnden Charakters von ESG können diese Datenquellen bis auf weiteres unvollständig, ungenau oder nicht verfügbar sein. Die Anwendung von Standards für verantwortungsvolles Geschäftsgebaren im Anlageprozess kann zum Ausschluss von Wertpapieren bestimmter Emittenten führen. Folglich kann die Wertentwicklung des Teilfonds zeitweise besser oder schlechter sein als die Wertentwicklung vergleichbarer Fonds, die solche Standards nicht anwenden.

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